„Sicherheit als Standortfaktor“ – FUNKE Event-Center, 12. Mai 2026

„Sicherheit als Standortfaktor“

Buchveröffentlichung

FUNKE Event-Center, FUNKE Mediengruppe, Essen

12. Mai 2026

 

Grußwort von

Prof. Bodo Hombach

8. Oktober 2025

Verehrte Gäste,

auf schwankendem Boden wagt man keinen Schritt. Erst recht keinen Sprung. Das Optimum an Sicherheit ist unerreichbar. Annäherung geht immer! Unsicherheit stellt alles in Frage. Heute haben wir großartige Gäste, die uns verstehen helfen.

Ich begrüße auch in Ihrem Namen Herrn Kufen, Frau Groß, Herrn Kerckhoff, Herrn Becker. Unser erfahrener Moderator, Herr Schneider, wird diese Persönlichkeiten gleich protokollgerecht vorstellen.

Verehrte, liebe Gäste, bevor ich zu Band 4 unserer Reihe Sicherheit was sage, spreche ich über Kontinuität. Und über den, der die sichert. Frank Richter treibt diese Reihe. Mit Sinn für das, was stört, weil es stimmt!

Unsere Buch-Reihe zu Sicherheitsthemen folgt keinem Zeitgeist. Sie folgt der Wirklichkeit. Sie sucht nicht das Angenehme. Sie bearbeitet das Notwendige.

Heute erleben immer mehr Menschen: Sicherheit ist Voraussetzung für fast alles. Lange haben wir sie behandelt wie Luft: die ist da, aber nicht der Rede wert. Wenn sie fehlt, geht nix. 

Sicherheit ist nicht nur Polizeithema. Sie ist auch ein Standortfaktor. Ein Unternehmen kann viel kompensieren: > Steuern. > Bürokratie. > Energiepreise.
Aber nicht: Unsicherheit.

Wo Sicherheit erodiert, wandern > Investitionen. > Fachkräfte. > Vertrauen.
Schneller, als jede Statistik erklären kann.

Wir sind hier bei der Funke Mediengruppe. Ein Unternehmen, das selbst Ziel eines Angriffs war.  •  Digitale Erpressung.
Ein klassischer Versuch: > Druck erzeugen, > Schwäche nutzen.

Hier wurde das Richtige getan: Nicht nachgegeben. Nicht gezahlt.
Sondern zusammengearbeitet:

  • Mit der Polizei.
  • Mit Kompetenz.
  • Mit Vertrauen.

Das Ergebnis: Angriff gescheitert. 

Das ist die eigentliche Botschaft: Sicherheit entsteht im Verbund. Nicht im Alleingang. Mir ist durch die Gespräche zum Buch klar geworden: Wir unterschätzen das Thema Sabotage. Gründlich!

Wir diskutieren Zuständigkeiten. Der Angreifer kennt keine. Wir diskutieren Grenzen. Der Angriff nutzt jede Lücke. Wir ordnen in Kästchen. Der Gegner greift ins System, in die Vernetzung.

Und genau dort ist sie verwundbar. Früher war Sabotage ein Anschlag. Heute ist sie eine Choreografie. Nicht der Angriff auf die Fläche. Nicht mit Panzern, sondern mit Werkzeugkasten. Ziel sind die Lebensadern. Das ganze System soll wanken. Es entsteht Angst ohne Knall. Die Botschaft ist: „Wir können Euch treffen, wann und wo wir wollen.“ Nicht tödlich, aber sehr empfindlich. Das Ziel heißt: „Destabilisierung“. Ein Staat, der das nicht verhindern kann, soll schwach erscheinen. 

• Pipelines.   • Kabel.    • Datenströme.
Die alte Sicherheit dachte in Zäunen. Die neue Sicherheit denkt in Netzen. Wer Zukunft schützen will, muss intelligenter werden. Und präziser.
• Weniger Alarmismus. • Mehr Analyse.
• Weniger Reaktion…   • Mehr Prävention.
Die ist nicht Kostenfaktor. Sie ist die günstigste Investition, die es gibt. Ein Tag Ausfall kostet mehr als ein Jahr Vorsorge.

Sicherheit ist keine Abteilung. Sie ist eine Führungsaufgabe. Was oben nicht ernst genommen wird, zerfällt unten. Konsequenz beginnt an der Spitze. 

Unsichere Systeme erzeugen unsichere Menschen. Wo Unsicherheit wächst, verliert der Standort. Digitalisierung und Vernetzung erzeugt eine heikle Asymmetrie.
Mit immer geringerem Aufwand kann ein Angreifer immer größeren Schaden stiften. Wir werden erkennen: Sicherheit ist nicht Spezialthema. Sie ist ein Geflecht.

Ich bin sicher: wir werden klüger gehen, als wir gekommen sind.

Dafür vorauseilenden Dank!