„Holz trifft Stahl“ – Zeche Hugo, 06. Mai 2026
„Holz trifft Stahl“
Eröffnung mit Carey Newman und Marcus Kiel
Zeche Hugo, Gelsenkirchen
06. Mai 2026
Grußwort
Prof. Bodo Hombach
8. Oktober 2025
Verehrte, liebe Interessierte und Gäste!
Zwei Künstler, zwei Kontinente, zwei Erfahrungen.
Marcus Kiel bringt das Ruhrgebiet ein: Stahl, Erinnerung, Verbindung.
Der Chief seines Stammes, Prof. Dr. Carey Newman, bringt eine andere Sicht: Kreislauf, Natur, Gemeinschaft.
Sie arbeiten in Kanada und hier. Die Brost Stiftung fördert das gern.
Das Ruhrgebiet hat seine Berge selbst geschaffen. Landmarke und Memorial der Industriellen Revolution. Heute ein „Gipfeltreffen“ der besonderen Art.
Vor 350 Millionen Jahren war auch hier Urwald.
Der wuchs in einem „Treibhaus“ voll CO₂ und 50 Grad Hitze. Der hatte Appetit auf das Treibhausgas. Er saugte das CO₂ aus der heißen Atmosphäre. In die Luft entließ er Sauerstoff.
Den Kohlenstoff speicherte er im Boden. Steinkohlewälder und höheres Leben entstand. Fortschritt hinterlässt Spuren: In der Landschaft, in Menschen und Verantwortung.
Kunst stellt Fragen. Die heutige ist einfach. Und schwer zugleich: „Was bleibt, wenn sich alles verändert?“ Eine gemeinsame Spur.
- Hier Kohle.
- Dort Holz.
Hier herrschte die Vertikale: Schächte, Schlote, Öfen und Rauchfahnen. Takt der Maschinen und Bänder. Eine fordernde Zeit.
Bei den Ureinwohnern in den Weiten Kanadas herrschte die Horizontale. Verdünnte, serielle Abläufe. Eine gewährende Zeit. Der aktuelle Austausch suchte seinen Ort. Nicht irgendeinen, sondern diesen.
Zeche Hugo. Ein Ort mit Gedächtnis. Ein Ort, der weiß, was Arbeit war. Sechs Tafeln:
- Gestern.
- Heute.
- Morgen. … ist das, was wir daraus machen.
Ein Kunstwerk regt an und manchmal auf. Seinen Sinn finden wir in uns. Dass wir hier stehen, verdanken wir einem, der nicht vergessen wollte: Klaus Herzmanatus. Er hat bewahrt, was andere abgebaut hätten.
Schacht 2 steht, weil er beharrlich blieb. Er hat auch dieses Projekt begleitet. Wenn dieses Werk einen Paten hat, dann ihn. Und den Trägerverein.
- Der hat Türen geöffnet.
- Menschen verbunden.
- Nachbarschaft erreicht.
Die Nähe zur Siedlung ist kein Zufall. Sie ist Aussage. Hier wurde und wird gelebt. Hier wurde und wird gearbeitet. Hier wurde und wird Gemeinschaft gelernt. Was bleibt, sind Menschen, die sich kümmern.
Und Stimmen, die erzählen. Ich freue mich auf die Worte von Klaus Herzmanatus. Er spricht aus Erfahrung. Nicht aus Distanz.
Ich danke den Künstlern. Und ich danke Ihnen